Die Geschichte der Floßfahrt in Bayern geht zurück auf das 12. Jahrhundert. Seit dieser Zeit hat man Aufzeichnungen über die Floßtransporte,
es war die Zeit der großen Städtegründungen an der Isar, München 1158 und Landshut 1204. Früher waren es reine Holztransporte, das Holz der
Flöße wurde am Bestimmungsort verkauft, oder auch Warentranporte, hauptsächlich wurde dieser Handel von den Kleinbauern in der Flußnähe betrieben.
Dies war ein willkommener Nebenverdienst.
Später, im 15. Jahrhundert, schlossen sich gewerbsmäßige Flößer zu organisierten Gemeinschaften zusammen und übernahmen Frachtzustellungen
auf dem Wasser. Dann wurde die Flößerzunft gegründet, welche auch immer einen Floßmeister hatte. Die Isar war der am häufigsten befahrene
Fluß und bildete die Hauptverkehrsader für den lebhaften Handel zwischen Süden und Norden. Die Flöße fuhren bis Wien und Budapest mit ihren
Waren und Passagieren, denn auch die Personenbeförderung wurde damals bereits angeboten. Nach Wien war die Abfahrtszeit zum Beispiel jeden
Montag im Sommer um 12.30. Mitte des 19. Jahrhunders erlebte die Flößerei dann noch einmal einen Höhepunkt, denn mit der Industrialisierung
schnellten die einträglichen Tranportgeschäfte auf der Isar noch einmal in die Höhe, über 8000 Flöße kamen damals jährlich nach München.
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